Mangel an Sex

Die Sache mit der weiblichen Lust

Die Sache mit der weiblichen Lust

Warum die Europäerinnen kaum noch Sex wollen und wohin uns das führt

Nach 22 Jahren im deutschsprachigen Raum, die ich mit einer sehr intensiven theoretischen und praktischen Lustforschung verbracht habe, ziehe ich den Schlussstrich: Die Schweizerinnen und auch viele Deutsche und Österreicherinnen wollen und brauchen keinen Sex. Wenn Frauen in der Schweiz oder in Europa Ihre Angst, ihre Unlust oder Mangel an Bereitschaft sich auf die Sexualität einzulassen begründen können (was selten der Fall ist, in der Regel sagen sie einfach „nein“), dann argumentieren sie wie folgt: Sie, Frauen, sind einfach Frauen. Sie haben eine Vagina, die monatlich blutet, wodurch sie in ihrem Geschlechtsorgan regelmässig Schmerzen verspüren. Ausserdem können sie schwanger werden. Deshalb sind sie in den Lustangelegenheiten „etwas vorsichtiger“ als wir, Männer.

Na, ja… Aber doch nicht nur „etwas“!

übervorsichtig. zurückhaltend. ängstlich 

Was uns Männern aber auffällt, ist, dass Frauen in der Schweiz und in Europa übervorsichtig sind und die Dinge tausendmal überprüfen, bevor sie sich einlassen. Dass sie sich Millionen Gedanke machen, bevor sie etwas erotisches sich nur vorstellen. 

Es ist ganz natürlich, dass die Frauen, was die Lust anbelangt, langsamer und vorsichtiger sind. Doch ich lernte in den letzten 20 Jahren sehr viele Frauen aus der ganzen Welt kennen und behaupte abschliessend: Nirgendwo – ausser vielleicht in der arabischen Welt und im Schweden – sind die Damen ängstlicher und zurückhaltender als in der Schweiz. In anderen Kulturen, wie in Osteuropa, Russland, Lateinamerika, Indien, Asien, Israel oder Afrika, ist das weniger der Fall. Dort siehts’s viel besser aus, wobei die sexualfeindliche falsch-feministische Moral des Westens heute überall spürbar wird. Der Schluss ist jedoch klar: Die Angst, die Unlust und die Ablehnung liegen nicht einfach am Frau-Sein, sondern an einigen anderen, wichtigeren Faktoren.

Der Wohlfahrtsstaat und die falsch-feministische Kampagnen

Wenn irgendein Mann als Fremder in die Schweiz kommt, fällt ihm nie auf, dass die Frauen hier deutlich öfter oder stärker bluten. Nein, es fällt vor allem auf, wie reich dieses Land ist, wie schön und perfekt alles aussieht. Aber dann auch, wie viel politische Werbung überall hängt, wenn man denn in einer Landessprache lesen kann. Vor allem die feministische Kampagnen. Werbung gegen Gewalt an Frauen. Plakate zwecks Frauenschutz. Aufrufe zum Frauenstreik. Wenn man länger hier lebt, dann fällt vor allem auf, wie feministisch-konservativ das Land ist. Wie sexualfeindlich es ist, obwohl es als links-liberal gilt, und obwohl regelmässig Statistiken veröffentlicht werden, dass der durchschnittliche Schweizer zwei Mal pro Woche Sex hat. Das gilt eigentlich seit Jahrtausenden als normal. Und es ist mehr als bei einem Russe oder Deutschen. Ich frage mich nur: Mit wem hat denn der durchschnittliche Schweizer Mann Sex?! – Mit einem anderen Mann, vielleicht? Mit einer Ausländerin? Oder mit einer Prostituierten? Die Antwortet lautet, wie so oft, – mit allen dieses drei Gruppen. Das bestätigen auch die Schweizer Männer, die meine Berührungsrituale und andere Dienste in Anspruch nehmen, sowie meine Schweizer und ausländische Freunde und Bekannte. 

Ausgehend von diesen Erfahrungen schliesse ich darauf zurück, dass die Angst und die Unlust der Schweizer Frauen, erstens, mit ihrem Reichtum und Perfektionismus zu tun hat. Es mag als platte Aussage oder als Klischee vorkommen, dass die meisten Frauen vor allem wegen Geld und Sicherheit Sex anstreben. Dass sie sich nur darum darauf einlassen. Aber die meisten Aussagen sind Klischees geworden, weil sie stimmen. Sonst würden ja nicht so viele Menschen daran glauben. Und schliesslich nich daran zerbrechen! 

Tatsächlich lassen sich die Frauen auf erotische Kontakte und Beziehungen vor allem ein, weil sie finanzielle Sicherheit und überhaupt die Sicherheit wollen. Doch in einem Land, wo alle, wirklich alle Frauen genug Geld fürs Leben haben und auf allen Ebenen absolut geschützt sind, brauchen nur einige wenige Prostituierte, die ihre Arbeit als Berufung sehen, sowie Nymphomaninnen Sex. Natürlich gibt es berüchtigte Ausnahmen. Die sogenannten „Frauen, die einfach die Sache selbst lieben“. Aber das sind, eben, Ausnahmen. Meistens ab 50+. Die, die die Regel bestätigen. 

Aufgeblasener sozial-politisch-feministischer Diskurs = Sexfeindlichkeit

Zweitens, trägt der politische feministische Diskurs sehr viel zur Sexfeindlichkeit bei, auch wenn die Sexfeindlichkeit heutzutage oft sehr sorgsam und professionell verdeckt, oder sogar der Gegenteil behauptet wird. Die Neo-liberale Propaganda wird bei uns auf höchstem Niveau betrieben.

Einige „schlaue“ Feministinnen stellen sich heute gerne als sex-positive Ladys dar, sind es tatsächlich aber keinesfalls. Es wird bloss behauptet, dass wir den Sex haben können, so viel wir wollen. Und dass sie selbst den Sex gar lieben oder anstreben. Tatsächlich – wie so oft in der Politik! – landet man meistens beim Gegenteil. Wenn man mit diesen Kolleginnen zu tun hat, dann weiss man: viele von „sex-positiven Feministinnen“ landen schnell bei Antivergewaltigung- und Anti-Menschenhandel-Kampagnen, angeblich um den Missbrauch zu vermeiden. Man sollte also erst Sex haben, wenn die ganze Sexkriminalität in der Schweiz bekämpf wird? – Aber das ist eine politische Falle: Erstens, wird die ganze Sexkriminalität nie bekämpft. Zweitens, sind echte Fälle solcher Kriminalität in der Schweiz die Ausnahmen. Man spricht aber sehr laut und sehr oft davon. Und verschafft damit – durch etwa „provisorische Kontrollen“ – der Polizei und der bürokratischen Maschinerie als solcher künstlich mehr Arbeit. Und sich selbst – mehr politischen Einfluss. Dafür zahlen die Schweizer Steuern. Die Politik bläst einfach in allen möglichen Medien einen Diskurs auf und die Bürger glaubt daran – es wird zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Schliesslich geht es unseren falschen „Feministinnen“, die in ihrer Weltsicht aber Maskulinistinnen sind, um die Macht. 

Um die politische Macht. 

Und um das Geld, das mit der Macht Hand in Hand geht. 

Nicht um den Sex. 

Opfer sind gewöhnliche Männer. Aber auch Frauen

Dass ein solcher aufgeblasener Diskurs sich auf der kollektiven Ebene als sexualfeindlicher auszeichnet wird meistens ausgeblendet. Wie auch die Tatsache, dass politische Kampagnen wie „Me too“ in der Wirklichkeit dazu führen, dass die Männer extrem eingeschüchtert werden. So stark, dass die meisten Schweizer Männer heute nicht Mal mit ihren Landgenossinnen und mit den Europäerinnen flirten. Dass man vor lauter „Schutz“ das eigentliche Kind – den Eros, die Lust, die Energie des Lebens a priori – mit dem Wasser ausschüttelt, wird fast von niemandem bemerkt. Im Gegenteil: man stimmt weiterhin links ab. Obwohl gerade die linke Politik heute schliesslich am meisten prüde, am tiefsten verlogen und am offensichtlichsten lustfeindlich erscheint. 

Es ist inzwischen ein Fakt, dass viele Europäerinnen kaum eine zärtlich Berührung mehr zulassen, keine Kinder haben wollen und schliesslich total vereinsamen. Auch die Männer werden immer einsamer und unglücklicher, obwohl beide Geschlechter wohlhabend sind, durchschnittlich länger und in einer fast absoluten Sicherheit leben. 

Erst vor kurzem habe ich einen Artikel über die Funktionen der Sexualität gelesen. Ich war etwas erstaunt: als Hauptfunktion der Sexualität wird nicht die Fortpflanzung und auch nicht der Genuss genannt! Sondern die soziale Funktion. Das heisst, wenn wir keinen Sex mehr suchen und treiben, werden wir asoziale Wesen. Die Wahrheit, die solche Frauen und Männer sich selbst eingestehen müssen: Es gibt dann gar keinen Grund miteinander ins Kontakt zu kommen. Und tatsächlich führt der Mangel an Kontakt, Berührung, Zärtlichkeit, Lust, Liebe und Sex, die alle miteinander zusammenhängen, in Verbindung mit unendlichen Reichtümern und Gefahrlosigkeit der Schweiz und der Europäischen Union zu einer der höchsten Suizidquoten in der Welt. 

Dieser elementare Zusammenhang wird heutzutage einer gewöhnlichen Frau und auch einem durchschnittlichen Mann nur extrem selten bewusst. Und die ganz wenigen leisen und weisen Stimmen, die ab und zu darauf aufmerksam machen, versinken leider Gottes sehr schnell im politischen Lärm und Krach. 

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