News und Blog

Der Sex im Kopf des Mannes

Nur Sex in Kopf: die Gefahr !

Eine jüdische Mutter leitet ihre Tochter an:
„Und merke es dir, Dora, dass der Sex in Gedanken eines Mannes nur in zwei Fällen gefährlich ist: wenn der Mann nur den Sex in Gedanken hat, und wenn er den Sex nur in Gedanken hat…“

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männliche Sorgen nach Lebensjahren

Männliche Sorgen nach Lebensjahren

15-25 Jahre: Sex. Sex. Sex.
25-35 Jahre: Sex. Sex. Geld.
35-45 Jahre: Sex. Geld. Geld.
45-55 Jahre: Geld. Geld Geld.
55-65 Jahre: Geld. Geld. Prostata.
65-75 Jahre: Geld. Prostata. Prostata.
Ab 75 Jahren: Prostata. Prostata. Prostata. 

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Free Love

Das Lied „Freelove“ von Depeche Mode drückt sehr schön, wahr und klar aus, worum es im Tantra und in Deinem, meinem, unserem Leben geht. Lyrics attached.

Freelove Depeche Mode

If you’ve been hiding from love
If you’ve been hiding from love
I can understand where you’re coming from
I can understand where you’re coming from


If you’ve suffered enough
If you’ve suffered enough
I can understand what you’re thinking of
I can see the pain that you’re frightened of

And I’m only here
To bring you free love
Let’s make it clear
That this is free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love

I’ve been running like you
I’ve been running like you
Now you understand why I’m running scared
Now you understand why I’m running scared
I’ve been searching for truth
I’ve been searching for truth
And I haven’t been getting anywhere
No, I haven’t been getting anywhere

And I’m only here
To bring you free love
Let’s make it clear
That this is free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love

Hey girl, you’ve got to take this moment
Then let it slip away
Let go of complicated feelings
Then there’s no price to pay
We’ve been running from love
We’ve been running from love
And we don’t know what we’re doing here
No, we don’t know what we’re doing here

We’re only here
Sharing our free love
Let’s make it clear
That this is free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love

No hidden catch
No strings attached
Just free love
No hidden catch
No strings attached
Just free love
Free love

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10 Sex-Tipps für den Mann - von Elias Kirsche

10 Sex-Tipps für den Mann

  • Sich Zeit nehmen!

Wenn man(n) guten Sex haben will, muss man sich Zeit nehmen. Kein Weg zur erfüllten erotischen Begegnungführt daran vorbei. Und wenn man keine Zeit für Sex hat, soll man lieber jemanden dafür bezahlen als sich beeilen. Viele Frauen verzeihen ihren Partnern schneller einen Gang ins Bordell oder eine kurze Affäre als die Eile im Bett. Dabei nicht vergessen: auch danach soll man(n) sich Zeit für ein Nachspiel nehmen. Das Einzuschlafen gilt beim weiblichen Geschlecht als Garantie dafür, dass der Mann lange auf den nächsten Hochpunkt warten wird.

  • In Beziehung bleiben!

Im Bett suchen die Frauen immer wieder die Beziehung, auch wenn sie schon lange mit ihrem Partner in Beziehung sind. Wie seltsam das klingeln mag, bestätigt die Ausnahme die Regel. Auch wenn nur wenige Frauen auf den anonymen Sex stehen, sind die meisten davon die, die es oft aus Verzweiflung, Einsamkeit oder aus Kompensationsgründen tun. Und auch wenn es für die Männer schwierig zu verstehen ist: die Anonymität macht die Frauen nicht an. Was sie erregt, ist das gegenseitige Spiel und die Entdeckung der Persönlichkeit hinter der Lust. Daher: den persönlichen Bezug suchen und ihn möglichst stark zum Ausdruck bringen! Eine Frau ist vor allem ein Individuum und möchte keinesfalls beliebig erscheinen.

  • Einfühlsam sein!

Einen persönlichen Bezug findet man mittels Einfühlungsvermögen. Je tiefer man in den Körper der Partnerin sichhineinführt, desto schöner wird die Beziehung. Dabei ist nicht die Tiefe des Eindringens in die Scheide gemeint, sondern die des Einlassens und der Intimität. Am besten beginnst Du mit einer intuitiven sinnlichen Massage: Nichts kann die Sinnlichkeit besser vermitteln als die Berührung. Und wenn Du nicht mit Händen agieren kannst, nutze Deine Zunge und Deinen Mund. Die Sexualität ist eine kreative Form des Selbstausdrucks, der Entfaltung und der Kommunikation. Je einfühlsamer sie betrieben wird, desto mehr vergnügen sie bereitet. Die Formel ist einfach: Die Kunst der Lust besteht in der Einfühlsamkeit.

  • Sich authentisch zeigen!

Auch wenn der Sex oft nur ein Spiel ist, sind die Ehrlichkeit, das Authentisch-sein die besten Voraussetzungen für den Erfolg. Spiel und Ernst schliessen übrigens einander keineswegs aus. Im Gegenteil: eine verspielte Sexualität kann authentisch, natürlich und transparent gelebt werden. Deshalb gilt es als Rezept für den Mann sich in den erotischen Angelegenheiten möglichst echt und so wie man ist zu zeigen. Dabei ist es völlig indifferent, ob man frech oder schüchtern ist. Ein echter Macho kommt bei der Frau genauso gut oder schlecht an wie ein etwas vorsichtiger Verführer, der sich, eben, als solcher zeigt. Daher brauchst Du vor eigener Schüchternheit keine Angst zu haben, viele Frauen werden dabei sogar erregt. Es kommt schliesslich darauf an, sich selbst in der Lust authentisch zu entfalten. Das Schauspiel gehört ins Theater, es sei denn, es geht euch um eine geplante Inszenierung oder ein Rollenspiel.

  • Langsam berühren!

Wie dem auch sei, Sex ist kein Wettrennen, auch wenn er heute oft (und gerne!) als solcher dargestellt wird. Der Schüssel zur Lust der Frau liegt in der Langsamkeit. Obwohl die meisten Männer inzwischen wissen, dass Frauen langsamer erregt werden als sie selbst, sind sie immer noch viel zu schnell. Daher kannst Du ruhig langsamer werden, auch wenn Du glaubst, dass Du schon extrem langsam bist. Und wenn es nicht mehr langsamer geht – bitte noch langsamer werden! Was natürlich nicht heisst, dass es monoton und langweilig sein soll. Im Gegenteil: die Langsamkeit kann sehr geil sein. Und auch wenn Deine Liebste eine ist, die es eher schnell mag: Erst wenn Du wirklich langsam bist, geniesst sie Dich richtig!

  • Den ganzen Körper liebkosen!

Die männliche und die weibliche Lüste unterschieden sich vor allem darin, dass die männliche viel mehr Genital zentriert ist. So lange der Mann seine Erektion hat, ist ihm ziemlich alles egal, was mit dem Rest seines Körpers passiert. Bei der Frau dagegen entfaltet sich die Lust eher im ganzen Körper; vor allem bei reiferen Frauen ist das so. Übrigens, mit dem Alter wird die männliche Sexualität auch weniger Genital zentriert. Nur: bei den Männern entwickelt sich diese Ganzkörpersexualität viel später und der Mann muss sie erst entdecken. Bei der Frau ist sie aber angeboren. Darum ist der Einbezug des ganzen Körpers der Frau während des Vorspiels ein muss. Du wirst merken, dass Deine Partnerin sehr unterschiedlich regiert, wenn Du langsam von oben nach unten gleitest: wenn Du ihr Gesicht, Hals, Brüste, Bauch und schliesslich ihren Po berührst oder küsst, entfaltet sich ihre Lust überall, jedoch auf vielfältige Art und Weise. Gerade das macht ein Liebesspiel faszinierend.

  • Herz und Seele berühren!

Die Frau muss nicht nur körperlich, sondern auch im Herzen berührt werden, damit sie sich hemmungslos hingeben kann. Wenn Männer dieses Statement hören, dann sehen sie oft ziemlich verwirrt und verloren aus und fragen, wie das denn gehen sollte. Na ja, charmant, humorvoll und sie selbst sollen sie sein, und unsere andere Tipps beachten! 😉 Aber nicht nur! Im Herzen berühren heisst vor allem das Herz berühren. Denn Körper und Seele sind miteinander sehr eng verknüpft und Du kannst die Seele berühren, wenn Du den Körper auf bestimmte Art und Weise berührst. Die Kunst der Berührung kann relativ einfach erlernt werden, das kann im Prinzip jeder, wenn er sich nur daran einlässt, etwas über die Berührung weiss und nicht ganz stumpfsinnig ist. Aber allein schon eine Massage der Herzgegend, am besten verbunden mit Fuss-, Hand-, und Gesichtsmassage, reicht oft aus um das Herz der meisten Frauen zu öffnen und ihnen näher zu kommen.

  • Sich beherrschen können!

Eine lustvolle erotische Begegnung lebt vor allem davon, wie weit der Mann sich beherrschen und wie weit die Frau loslassen kann. Bei den meisten Paaren ist die Frau die, die mit ihrem Verhalten und ihrem Körper verführt, anmacht, provoziert und schliesslich loslässt. Die Rolle des Mannes begrenzt sich in dieser ersten Verführungsphase darauf, sich zu kontrollieren und dabei nur dezent zu reagieren. Er kann der Frau zwar ziemlich deutlich zu verstehen geben, dass er ihre Signale nicht nur wahrnimmt, sondern fröhlich annimmt und sogar begrüsst. Der Mann darf dabei keinesfalls sich ganz fallen lassen, mindestens nicht so weit, dass die Frau das Gefühl bekommt über die Macht über ihn zu verfügen oder ihn zu besitzen. 

Einige Frauen wissen nicht wirklich, wohin mit der Macht, sie wollen sie nicht haben und sind eher verunsichert, wenn der Mann die Kontrolle völlig abgibt. Natürlich haben Frauenemanzipation, Feminismus und Gender vieles auf diesem Gebiet verändert. Aber die wenigen Frauen, die mit der Macht heute umgehen können, haben in der Regel schon ihren Mann, und oft nicht nur einen. Und schliesslich wollen auch sie ihre Macht nicht unbedingt über einen Waschlappen ausüben, sondern über jemanden, der sich beherrschen kann. Gerade das erregt die Frau und veranlasst sie dazu mehr aus sich selbst heraus zu gehen um den Mann zu verführen. Davon lebt das erotische Spiel seit Jahrtausenden, wenn nicht seit Millionen Jahre.

Wie der Mann in jeder Situation ein Mann bleibt und der Frau seine Erregung oder Interesse signalisiert, lernt der Mann in unseren Berührungskursen. Aber eine einfache Strategie hilft fast immer: am besten zentriert und gelassen bleiben und auf jede neue Anmache mit charmantem, bezauberndem Lächeln antworten. Der Rest wird sich von selbst einrichten. Was aber Deinen kleinen Freund anbelangt, so musst Du ihn in jedem Zustand steuern und beherrschen können, und nicht er Dich.

  • Dein Begehren zeigen!

Wenn es nun darauf ankommt Dein Interesse zu zeigen, kannst Du es charmant, aber direkt, sinnlich und etwas frivol tun. Komplimente sind gute Mittel um der Frau zu signalisieren, dass sie begehrenswert ist. Denn sie kann sich nur dann fallen lassen, wenn sie sich sicher ist, dass sie wirklich begehrt wird und es auch fühlt. Wenn euch also langsam heiss wird und Du ahnst, dass sie bereit wäre sich Dir hinzugeben, kannst Du Deine Lust offenlegen, das heisst, mit Worten, Gestik und Mimik Ausdrucken. Diverse Anspielungen, Humor und unzweideutige erotische Witze eignen sich dafür gut. Dein Begehren aktiv zu zeigen statt sich damit zurück zu halten ist aber eine Verführungsstrategie, die nur zur richtigen Zeit gut funktioniert. Diese Zeit muss Du intuitiv spüren oder sie zeigt es Dir selbst. Wie man so schön sagt: die Zeit ist dann, wenn die Frau sagt, dass es Zeit ist. Dann aber soll der Mann die Führung ergreifen.

  • Den Mensch in der Frau sehen!

Was auch immer für animalische Spiele ihr im Bett treibt und welche tierische Triebe auch immer ihr dabei auslebt, darf man als Mann nicht vergessen, dass die Frau ein Mensch ist. Charles Baudlaire bezeichnete sie zwar als „liebenswertes Tier“, doch, erstens, ist seitdem viel Zeit vergangen und einiges, wenn auch nicht vieles, hatte sich verändert, nicht unbedingt zum besten. Die poetischen Metaphern, die Charles Baudlaire sich erlaubt hat, kannst Du Dir heute nicht wirklich als Haltung gegenüber der Frau erlauben. In Deiner Situation sind vor allem Respekt und Menschlichkeit angesagt. Denn die Frau will als Mensch gesehen werden und sich als Mensch auch gemeint fühlen. In ihr vor allem den Mensch zu sehen ist heutzutage oft nicht nur die erste Voraussetzung, sondern nicht selten auch die notwendige Bedingung. Wenn nicht für ein One-Night-Stand, so doch für eine nachhaltige Beziehung.

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Musik für Tantramassage

Wunderschöne Musik, die ich oft bei meinen Berührungsritualen spiele. Sie eignet sich aber auch gut für tantrische und sonstige Massagen

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Michel Houellebecq: Vermessenheit als Weltanschauung

Der Schriftsteller Michel Houellebecq spricht in der „Sternstunde der Philosophie“ unter anderem darüber, ob Berührung und Sexleben alten, kranken und Behinderten Menschen in der Schweiz staatlich garantiert werden soll.

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Tabugeschichte der Sexualität

Tabugeschichte der Sexualität

Die Geschichte der Sexualität verweist auf eine paradoxe Terminologie. Wer diese verstehen will, muss nicht nur aufmerksam und intuitiv zwischen den Zeilen lesen können. Jemand, der nach einer Erkenntnis auf dem weiten Feld der Sexualität strebt, muss sich ganz der Ambivalenz der Sprache stellen, sich diese aneignen und im Bewusstsein dieser Ambivalenz langsam, äusserst vorsichtig, jedoch beharrlich in der Untersuchung vorankommen. Denn: Die lange, komplexe und widersprüchliche Geschichte der Sexualität entfaltet sich vor dem Hintergrund von Tabus. Sie ist durchdrungen von Verboten, Dogmen, Konditionierungen, Regeln, Normen und Gesetzen, denen die Sexualität selbst sich permanent entzieht. Nichts ist für die Beschreibungen der Sexualität charakteristischer als ihre Doppelgesichtigkeit und die sich daraus ergebende Doppelmoral.

Nichts wird eigennütziger interpretiert, kaum etwas wird mit mehr Angst und Selbstsucht beladen. Heuchelei und Scheinheiligkeit der Menschen sind ständige Begleiter dieser Geschichte. Ihnen folgen schweigend Religion, Kirche, Politkorrektheit und Diskretion. Sie drohen mit der Todesstrafe jedem, der sie, die Sexualität, zu entlarven versucht. Nichtsdestotrotz wird sie permanent einem Verhör unterzogen, bei dem sie über ihre eigenständige Wirklichkeit ausgefragt wird. Die Menschen sind verpflichtet, sich verpflichtet zu fühlen zu beichten, um über ihre Sexualität die ganze Wahrheit offen zu legen. Eine Ausnahme bildet die unsichtbare Hand der Macht. Sie ist dazu prädestiniert zu überwachen, zu disziplinieren und zu bestrafen, jedoch um jeden Preis ihre eigene Wahrheit über die Sexualität geheim zu halten. Die beste Metapher für die Sexualmoral ist des Kaisers neues Kleid. Der nackte Kaiser gilt als ihr unsterbliches Sinnbild. Schwerlich konnte jemand über sie klarer, transparenter und einfacher berichten als Hans Christian Andersen es in seinem Kindermärchen für kluge Erwachsene getan hat – Des Kaisers neue Kleid.

Die Sexualität sucht seit Jahrhunderten nach absoluter Befreiung, wobei ihre gezielte Unterdrückung durch die unsichtbare Macht mindestens als umstritten gilt. Sie wird durchströmt von ethischen und moralischen Diskursen, die man zum grossen Bedauern immer wieder verwechselt. Überhaupt wird sie ständig mit dem Moralischen überladen, wobei eine echte Sexualethik meistens fehlt – und das, obwohl die Sexualität mit der Moral nichts zu tun hat und zugleich eine zutiefst ethische Angelegenheit ist. Die Geschichte der Sexualität kann als Geschichte von Vorurteilen und Irrtümern erzählt werden, deren Tragödie gerade darin besteht, dass die wenigen weisen Stimmen, die im Lauf der Zeit nur ganz selten laut werden, von der Mehrheit entweder nicht gehört oder missverstanden werden. Die Geschichte der Sexualität wird immer wieder als Kampf der Kultur(en) mit der Natur präsentiert, obwohl Sexualität eine völlig natürliche Sache ist, die es ohne Kultur nie geben könnte. Und das ganz abgesehen vom echten, innigsten menschlichen Streben, diese traurige Geschichte mehr als eine Geschichte der Liebe denn als eine des Kampfes zu gestalten.

Es gibt also gute Gründe die Kulturgeschichte der Sexualität als moralisierte Tabugeschichte aufzufassen. Die extreme Doppeldeutigkeit, die im Tabubegriff innewohnt („Tabu“ bedeutet zugleich „heilig“ und „unrein“) ist für das Phänomen der Sexualität ebenfalls eigentümlich und habituell. Das Tabu beschreibt den Sex. Die nackte, weit bekannte, fast schon banale Tatsache, dass unsere Geschlechtsorgane sowohl für das Erlangen grösstmöglicher Lust wie auch für Entleerungen gebraucht werden, spiegelt das Konzept der Ambivalenz der Sexualität nicht weniger deutlich als die Auffassung der Frau im Bewusstsein der meisten Männer als Hure und Heilige zugleich. Dass durch die Vereinigung von Mann und Frau neues Leben entstehen kann, macht die ganze Sache keinesfalls einfacher. Im Gegenteil: Die plötzliche Erscheinung einer dritten Person durch den Akt, der zugleich als heilig und als unrein gilt, macht alles noch viel paradoxer als es ohnehin schon ist.

Man muss also die Vorsicht, die Ordnung, die Konsequenz, aber auch die Sinnlichkeit, die ausgeprägte Intuition, die menschliche Reife und nicht zuletzt ein hohes Einfühlungsvermögen mitbringen, um auf dem Gebiet der Sexualität und der Ethik, um auf dem wackeligen Boden von Tabus und Moral forschen zu können, handelt es sich doch dabei um die ursprünglichsten, ewigen Fragen der menschlichen Natur und der Kultur. Gleichzeitig genügen etwas Nachdenken, Abstraktionsvermögen und Sensibilität für den Topos der Sexualität, um grosse und schreckliche sexuelle Tabus wie etwa Inzest, Analverkehr, Exhibitionismus bloss als sprachliche Konstrukte zu entlarven. Die Einsicht in die Genese dieses Tabus bedarf einerseits eines ausgeprägten Intellekts in Verbindung mit einer grossen emotionalen Intelligenz, ist aber anderseits völlig selbstverständlich. Die angeborene Unschuld, Verspieltheit und Spontanität eines Kindes reichen aus, um das Wesen moralischer Tabus zu verstehen, das in Worte besteht. Genau dieser Entlarvung von Sextabus als Sprachkonstruktionen, die, wie tragisch es auch ist, seit jeher die Kulturgeschichte der Sexualität bestimmen, möchte ich meine Arbeit widmen.

Was an dieser Stelle noch zu erwähnen ist, ist der Hinweis auf den Unterschied zwischen Ethik und Moral, denn dieser Text wurde in einer bewusst amoralischen, jedoch möglichst strengen ethischen Geisteshaltung verfasst. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass die amoralischen Aussagen und Handlungen, im Gegensatz zu den unethischen, niemandem wirklich schaden. Das amoralische Verhalten kennt keine Opfer. Doch nirgendwo ist die Kluft zwischen Moral und Ethik so riesig, wie auf dem Gebiet der Sexualität. Gerade deshalb ist es auf diesem Gebiet so wichtig, zwischen der Moral und der Ethik nüchtern, streng und klar zu differenzieren. Onanie, Oral- und Analsex, Gruppensex, Promiskuität, – die Liste von einvernehmlichen Sexualpraktiken lässt sich unendlich fortsetzen – alles Praktiken, die als amoralisch gelten und zugleich ethisch absolut zulässig sind, da ihre Ausübung niemandem schadet.

Aus diesem Anlass zitiere ich hier den Philosophen und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon:

„Gerade dadurch, dass wir uns vom traditionellen Gut- und- Böse-Moralismus befreien, schaffen wir die Voraussetzungen, um ethisch in angemessener Weise handeln zu können. Denn Moralismus ist nicht die Grundlage der Ethik, er verhindert viel eher, dass wir uns ihren Anforderungen stellen.“

(c) Berlin/Zürich 2012

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Warum die Ausbildung als Berührer sich vor allem für Männer lohnt.

Berühren und sich berührt fühlen

Warum die Ausbildung als Berührer sich vor allem für Männer lohnt


„Tantra ist ein spiritueller Weg – 

ein Weg der persönlichen Entwicklung, 

der Bewusstseinserweiterung und der Lebenskunst.“ 

– schrieb ich in Berlin im Jahr 2008 als ich mein Tantra-Jahrestraining begann. Ich war erst 26 Jahre alt, studierte Philosophie an der Humboldt Universität in Berlin und konnte nicht ahnen, dass gleich danach eine Ausbildung als Tantra-Masseur folgen wird, und dass ich bald professioneller Berührer werde.

Ich hatte damals andere Beweggründe: Die grosse Neugier, die Gier nach Neuem, aber auch der Wunsch nach mehr Sex und mehr Lust mit meinen „Freundinnen Plus“ zu erleben bewegten mich. Die Erotik, die Sinnlichkeit, die Verführung interessierten mich schon immer. Bereits mit 11 Jahren entdeckte ich zufällig im Bücherschrank meiner Mutter ein Buch über Tao und Tantra namens „Das Tao der Liebe. Unterweisung in altchinesischer Liebeskunst“ von Jolan Chang. Oder war die russische Version von Mantak Chia? Ich weiss es nicht mehr genau… 

Wir schrieben das Jahr 1993. Die sexuelle Revolution, die in Westeuropa bereits Ende 1960er stattgefunden hat, fand in Osteuropa in den frühen 1990er statt. 25 Jahre später und erst nach dem Zerfall der Sowjetunion. Plötzlich wurden viele Bücher über Sex gedruckt, die früher zensiert – nein – sogar verboten! waren: Erotische Romane und Sachliteratur, erotische Kunstbänder, aber auch Kama Sutra und einige Bücher über östliche Liebeskünste, Tao und Tantra. Dass das geheime Studium dieser Bücher während meiner Pubertät mein Leben radikal verändern wird, und dass es ihm eine andere, neue und unerwartete Wendung verschafft – das konnte ich damals noch nicht ahnen. Selbstverständlich nicht.

Es hat sich aber gelohnt – dieses Studium der erotischen Belletristik und der Sachliteratur, sowie auch mein praktisches Studium: Die Tantra- und Tantramassage-Ausbildung, die ich bei Secret of Tantra (Silvio Wirth) in der Nähe von Berlin (ZEGG) absolvierte. 

Wie und warum es sich gelohnt hat? – Darauf möchte ich nun eingehen. 

Spirituelle Aspekte der Berührung als Weg zur echten Lebenskunst

Eine echte, zärtliche, sinnlich-erotische Berührung ist zutiefst spirituell. Sie erweckt das Leben in uns, schenkt uns die Lebensenergie und ist buchstäblich und im höchsten Sinne lebendig. Die Intimität, die Nähe, die Verbindung und die menschliche Begegnung, die dabei entstehen, sind einzigartig und wunderschön. Sie stellen a priori einen Wert dar. Einen ganz konkreten sozialen, persönlichen, physischen und psychischen Wert. Und einen monetären, wirtschaftlichen Wert auch noch. Leider wird der letzte von allen Seiten stark moralisch verurteilt, wobei über die ersten fünf fast nie ein Wort verloren wird. Das ist nicht fair. Das ist schmerzhaft und tragisch. Und das möchte ich ändern. Darum schreibe ich meinen Blog, meine Artikel, meine Bücher. 

Warum die Lust und die erotische Berührung, die aus der Lust resultiert, das Lebendige a Priori ist, habe ich z.B. in meinem Text „Lust“ erklärt. Wenn es Dich interessiert, kannst Du darüber mehr bei Platon, Sigmund Freud, Carl Jung und Wilhelm Reich lesen. Ich denke, diese Autoren, Philosophen und Psychologen, haben gezeigt, dass die erotische Lust die pure Quelle der Lebensenergie ist. Es ist auch elementar und braucht eigentlich keinen Beweis: Der Mechanismus der Fortpflanzung, der über die Lust, die Sexualität, funktioniert, ist schon Beweis genug. 

Und wenn Du immer noch daran zweifelst oder skeptisch bist, erinnere Dich doch gleich jetzt an die schöne Berührung Deiner Mutter oder deiner Grossmutter oder Freundin und fühle einfach in Dich hinein. Fühlst Du, wie Dein Herz aufgeht? Wie alles im Brustbereich weiter wird? Wie das Blut in Deinen Adern sich erneuert und schneller fliesst? Wie Dein Kopf klarer wird? Oder vielleicht sogar, wie Du jetzt in Tränen verfällst und zu weinen beginnst? – Das ist es. Die Magie des Berührt-seins.    

Erobern und verführen: Warum ein grosses Einfühlungsvermögen der grösste Gewinn für Dein Sexleben sein kann

Wenn Du ein Mann bist, dann sei doch ehrlich – Du wolltest schon immer ein reiches Sexleben leben können! In der Jugend mehr Lust haben und als ältere Mann eine andere, feinere Qualität der Lust erkennen können. Als heterosexueller Mann wolltest Du höchstwahrscheinlich schöne Frauen verführen oder erobern und mit ihnen mehr, öfter, länger und besser im Bett können. Du wusstest aber nicht so recht, wie es Dir gelingt. Stimmt’s?

Es gibt natürlich viele Verführungsstrategien, sowie diverse Flirt- und Pick-up-Kurse. Das ist eine riesige Industrie. Doch welche von diesen Strategien sind nachhaltig? – Ganz ehrlich: keine! Denn, um mit einer Frau nachhaltig ein erfülltes Sexleben haben zu können, braucht es keinen Pick-Up Kurs. Sondern, es braucht sinnlich-erotische Fähigkeiten, schlicht und einfach ein Können. 

Ich meine nicht nur das Handwerk. Sondern Können auf drei Ebenen: Körper, Geist und Seele. Das beinhaltet:

  1. Die Technik der erotischen Berührung beherrschen können. 
  2. Die Sinnlichkeit und das Einfühlungsvermögen erweitern können. 
  3. Die Offenheit und die Liebe im Herzen fühlen können.

    Deshalb nenne ich meine Berührungsrituale und meine Berührer – Ausbildung eine Kunst. Kunst kommt von „Können“. Doch es meint nicht nur ein Kunsthandwerk, sondern auch die sinnlich-erfahrbare Kunst und die Inspiration.  

Wenn ich heute auf meine Geschichte ehrlich zurückblicke, dann muss ich eingestehen, dass ich mich nie für äusserlich attraktiv hielt. Meine intellektuellen Fähigkeiten wahren in den Schulen und in meinen drei Universitäten überdurchschnittlich. Aber viele Frauen konnte ich trotzdem nicht verführen. Ja, es gibt Frauen, die auf intelligente Männer stehen, einfach weil der Sex bei sehr vielen heutzutage mehr im Kopf als im Körper stattfindet. So einfach ist es dennoch nicht: Der Intellekt alleine stellt keinesfalls eine Sexgarantie dar. Vieles anderes muss noch stimmen: Es erfordert in der Regel viel Zeit, um eine sapio-sexuelle Dame intellektuell zu erobern. Und auch wenn es klappt: Was machst Du dann, wenn ihr im Bett landet? Hilft Dir dein Intellekt bei der Sache? Führt ihr dann ein kompliziertes Gespräch? Oder philosophiert ihr über Gott und die Welt?

Nein, wirklich interessante, schöne, lustvolle, sinnliche Frauen begannen sich für mich zu interessieren erst als ich die Kunst der Berührung gelernt und perfektioniert habe. Als ich mein Einfühlungsvermögen soweit geschärft habe, dass ich die kleinste Vibration wahrnahm. Erst dann hat es endlich richtig funktioniert, denn: viele Frauen wollen berührt werden. Und zwar, nicht nur körperlich, sondern auch im Herzen. Kaum ein Mädchen, wenn es nicht ganz verklemmt ist, wird etwas gegen eine entspannende Rückenmassage einwenden. Aber wenn Du es ganz für Dich gewinnen möchtest, sollst Du mehr bieten. Das heisst: auf allen Ebenen sich offen und einfühlsam sein, auch auf der Herzebene.

Ein häufiges Irrtum besteht darin, dass die Berührung und das Einfühlungsvermögen nicht lernbar sind. Dass es ein angeborenes Talent ist. Das stimmt gar nicht! Jeder Mann kann die Berührung lernen, seine Berührungsqualität verbessern und sein Einfühlungsvermögen erweitern, wenn er denn will. Ich konnte das, und Du kannst das auf jedem Fall auch. Und ich hatte noch keinen Mann und keine Frau in meinen Tantra-Kursen, die danach schlechter oder genauso berühren konnten als vorher, sondern jeder und jede hat sich deutlich verbessert. Somit ist die Schärfung des Einfühlungsvermögens und der Berührungsqualität – der grösste Gewinn für Dein Sexleben. 

Berührung als Berufung. Tantrische Rituale und Tantra-Massage als Geschäft

Man hört in der Tantra-Szene sehr oft, dass männliche Tantra-Masseure kaum Frauen als Gäste haben. Das stimmt: in unserer verklemmten Kultur ist es für Frauen leider-leider verpönt für etwas erotisches zu bezahlen. Dennoch haben einige wenige Tantra-Masseure die wenigen Frauen als Stammkundinnen (meistens ältere). Und die restlichen haben gar keine weibliche Kundinnen. Ausserdem gibt es Masseure, die Männer und einige Paare als Stammgäste haben. Und zugleich viele, die nur wenige männliche Gäste und gar keine Pärchen. Woran liegt das? – Natürlich an der Qualität der Berührung! An der Ausbildung und am Einfühlungsvermögen des Masseurs. Kaum ein Mann kann in Europa alleine durch Tantra-Massagen seinen Lebensunterhalt bestreiten, wenn er keine Männer massiert. Und auch wenn er dafür offen ist, wird er davon nicht reich werden. Aber ein wirklich professioneller und einfühlsamer Masseur kann sein Hobby zur Berufung machen. 

Tatsächlich: die erotische Berührung ist ein sehr schönes Hobby, das schnell und leicht monetisiert werden kann. Es ist ein toller Nebenverdienst, wenn Du es mit viel Begeisterung betriebst, über eine gute Ausbildung verfügst und Dich regelmässig weiterbildest. Abgesehen von allen oben erwähnten Vorteilen – spiritueller Entwicklung und Plus-Punkten im Privatleben – macht es viel Spass und erweitert Dein soziales Netzwerk durch gute und spannende Kontakte. Und wenn die erotische Berührung wirklich Deine Berufung ist, dann kannst Du vielleicht sogar einige Jahre davon leben. 

Ich kann natürlich nur von mir sprechen. Doch mir hat meine Ausbildung als Tantra-Masseur die Türe in die Schweiz, das reichste Land der Welt, eröffnet. Während andere Studenten in Berlin irgendwelche langweilige Jobs ausübten und sich darüber aufregten, betrieb ich zusammen mit meiner damaligen Ehefrau in einer abgelegenen Fabrik in Pankow meine erste Tantra-Schule. 

Und meine ersten Paar Gäste in Zürich empfang ich nach der Trennung in einem 11-Quadrat-Meter grossen Zimmer in einem Studentenwohnheim. Doch es waren schöne und zahlungskräftige Männer, und schon bald dürfte ich in Zürich meine eigene Wohnung mieten. Dann folgten andere Gäste, auch Paare und Frauen, meistens aus der Tantra-Szene. Irgendwann wurde ich dank meinem guten Ruf als Berührer zu einem der teuersten und erfolgreichsten Tantra-Masseuren im deutschsprachigen Raum.

Ich dürfte innerhalb von 8 Jahren in Zürich, Biel, Berlin und in Wien mehr als 1200 tantrische Massagen, Ritualen und Sexualberatungen ausführen. Dabei waren es keine schnelle 30 Minuten-Sessions, sondern vollwertige Berührungsrituale mit Vor- und Nachgesprächen, einer Begrüssung, einer Einstimmungsmeditation und einer ausführlicher Genitalbereichmassage, die mindestens 1.5 bis zu 3-4 Stunden gedauert haben. Hätte ich nicht wieder geheiratet und wolle ich nicht noch Kinder haben, wäre mein Erfolg nachhaltig und noch grösser. Schluss: Es gibt nicht, was es nicht gibt! Der Mann muss es nur wollen, dabei bleiben und es jedes Mal aufs neue versuchen !

Erst dann wird Dein kommerzieller Erfolg bloss eine Nebenerscheinung Deiner beruflichen Entfaltung. Ich würde mich darum sehr freuen, Dich bald in meiner Berührer- und Berührerin- Ausbildung begrüssen zu können und bin gespannt auf unseren gemeinsamen Weg.

© Biel/Bienne 19.1.2020

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Lust

Lust ist der Körper- und Bewusstseinszustand, der das Leben lebenswert macht, oder es wenigstens als lebenswert erscheinen lässt. Genau genommen ist die Lust das a priori Lebendige am Leben, weil alles Lebendige ihren Ursprung in der Lust sucht und findet. Auf dem Hintergrund der Langeweile, gemischt mit der Melancholie, auf dem das alltägliche Leben sich für gewöhnlich abspielt, bildet die Lust den hellsten Fleck der Existenzlandschaft. Sie steht für die Sonne, die wärmt, nährt, wachsen und reifen lässt. Die Sonne, die erhellt und veredelt. Die Lust ist keinesfalls mit Gott zu verwechseln: Gott ist eine unnatürliche Erscheinung, ein menschliches und damit kulturelles Konstrukt, ein Wort, ein Begriff, der alles und nichts meint. Ähnlich steht es mit der Sexualität und sogar mit der Erotik, die auch eine Erfindung der Zivilisation ist, wenn auch höchstwahrscheinlich die schönste. Die Lust hat mit der Erotik aber nur insofern zu tun, dass Erotik, wie alles andere auch, in der Lust erwacht und aus der Lust entsteht.

Die Lust ist unmittelbar und bedingungslos. Tiere haben nicht auf Menschen gewartet, damit diese ihnen die Lust beibringen. Im Unterschied zur Erotik verspüren Tiere ebenfalls Lust. Die Lust ist enger mit dem Begehren als mit der Erotik verwandt. Das Begehren und die Verführung resultieren ebenfalls aus der Lust. Auch wenn diese ersten Grundformen der Lust bilden, ist die Lust trotzdem das Ursprünglichste, das Allererste, das Grundlegendste aller Zustände, die lebendige Wesen empfinden. Wenn es jemals eine adäquate Religion geben könnte, dann wäre es eine, die auf der Lust basiert. Weil diese sowohl Gott als auch den Teufel, sowohl Atman als auch Brahman, sowohl Adam als auch Eva vertreten kann. Die Lust ist allgegenwärtig. Sie ist der perfekte Gottesersatz.

In der Kunst und in der Literatur, genauso wie in der Philosophie, Psychologie, Soziologie und anderen Wissenschaften, die alle als Pseudowissenschaften fungieren, wenn es auf eine Grundlegung der Existenz ankommt, wurde die Lust bisher eher vernachlässigt, und zwar, zu Unrecht. Es gibt Millionen Oden an die Liebe, Tausende Oden an den Sex und nur Wenige an den Eros (Hier denke ich vor allem an Platon, an Bataille und an Arsan). Jedoch kenne ich kaum eine Ode an die Lust, wahrscheinlich weil sie mit ihrer wilden Natur der Kultur – und damit auch der Literatur und der Philosophie – entgangen ist. Die Lust kann grausam und barbarisch sein. Vielleicht gerade darum gab es nur einen grossen Denker (von Sade abgesehen), der die Rolle der Lust in ihrer Tiefe erkannte. Das war Friedrich Nietzsche. Sein Gedicht „Alle Lust will Ewigkeit“ steht exemplarisch für die Tiefgründigkeit der Lust:

O Mensch! Gib acht!

Was spricht die tiefe Mitternacht?

„Ich schlief, ich schlief -,

Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –

Die Welt ist tief,

Und tiefer als der Tag gedacht.

Tief ist ihr Weh -,

Lust – tiefer noch als Herzeleid:

Weh spricht: Vergeh!

Doch alle Lust will Ewigkeit -,

– will tiefe, tiefe Ewigkeit!“

Das Wort „tief“ kommt hier in elf Zeilen acht Mal vor, was nur darauf hinweisen kann, dass es sich bei der Lust um den tiefgründigsten Körper- und Bewusstseinszustand handelt. Noch tiefer ist vielleicht nur der Tod, aber was können wir überhaupt über den Tod wissen?! Über die Lust dagegen – eine ganze Menge: wenn Freud im Anschluss an Nietzsche seine Kulturtheorie und Theorie der Sublimation entwirft, nennt er sie „Jenseits des Lustprinzips“. Und dass es hauptsächlich um die Verdrängung des Lust-Triebes handelt kann nur mit seiner puritanisch-jüdisch-orthodox-christlich-protestantischer Erziehung, und nicht zuletzt mit der Wiener Ausbildung zu tun haben. Auch wenn Freud der Lust sehr viel Aufmerksamkeit schenkt, schickt er sie schliesslich ins Exil, wo sie, abgesehen von wenigen Ausnahmen, bis ins 21. Jahrhundert eine ärmliche Existenz führt, als Forschungsobjekt für Artisten, die sich mit vulgären, pornographischen Themen befassen. […]

(c) Zürich, 2014

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Die Sache mit der weiblichen Lust

Die Sache mit der weiblichen Lust

Warum die Europäerinnen kaum noch Sex wollen und wohin uns das führt

Nach 22 Jahren im deutschsprachigen Raum, die ich mit einer sehr intensiven theoretischen und praktischen Lustforschung verbracht habe, ziehe ich den Schlussstrich: Die Schweizerinnen und auch viele Deutsche und Österreicherinnen wollen und brauchen keinen Sex. Wenn Frauen in der Schweiz oder in Europa Ihre Angst, ihre Unlust oder Mangel an Bereitschaft sich auf die Sexualität einzulassen begründen können (was selten der Fall ist, in der Regel sagen sie einfach „nein“), dann argumentieren sie wie folgt: Sie, Frauen, sind einfach Frauen. Sie haben eine Vagina, die monatlich blutet, wodurch sie in ihrem Geschlechtsorgan regelmässig Schmerzen verspüren. Ausserdem können sie schwanger werden. Deshalb sind sie in den Lustangelegenheiten „etwas vorsichtiger“ als wir, Männer.

Na, ja… Aber doch nicht nur „etwas“!

übervorsichtig. zurückhaltend. ängstlich 

Was uns Männern aber auffällt, ist, dass Frauen in der Schweiz und in Europa übervorsichtig sind und die Dinge tausendmal überprüfen, bevor sie sich einlassen. Dass sie sich Millionen Gedanke machen, bevor sie etwas erotisches sich nur vorstellen. 

Es ist ganz natürlich, dass die Frauen, was die Lust anbelangt, langsamer und vorsichtiger sind. Doch ich lernte in den letzten 20 Jahren sehr viele Frauen aus der ganzen Welt kennen und behaupte abschliessend: Nirgendwo – ausser vielleicht in der arabischen Welt und im Schweden – sind die Damen ängstlicher und zurückhaltender als in der Schweiz. In anderen Kulturen, wie in Osteuropa, Russland, Lateinamerika, Indien, Asien, Israel oder Afrika, ist das weniger der Fall. Dort siehts’s viel besser aus, wobei die sexualfeindliche falsch-feministische Moral des Westens heute überall spürbar wird. Der Schluss ist jedoch klar: Die Angst, die Unlust und die Ablehnung liegen nicht einfach am Frau-Sein, sondern an einigen anderen, wichtigeren Faktoren.

Der Wohlfahrtsstaat und die falsch-feministische Kampagnen

Wenn irgendein Mann als Fremder in die Schweiz kommt, fällt ihm nie auf, dass die Frauen hier deutlich öfter oder stärker bluten. Nein, es fällt vor allem auf, wie reich dieses Land ist, wie schön und perfekt alles aussieht. Aber dann auch, wie viel politische Werbung überall hängt, wenn man denn in einer Landessprache lesen kann. Vor allem die feministische Kampagnen. Werbung gegen Gewalt an Frauen. Plakate zwecks Frauenschutz. Aufrufe zum Frauenstreik. Wenn man länger hier lebt, dann fällt vor allem auf, wie feministisch-konservativ das Land ist. Wie sexualfeindlich es ist, obwohl es als links-liberal gilt, und obwohl regelmässig Statistiken veröffentlicht werden, dass der durchschnittliche Schweizer zwei Mal pro Woche Sex hat. Das gilt eigentlich seit Jahrtausenden als normal. Und es ist mehr als bei einem Russe oder Deutschen. Ich frage mich nur: Mit wem hat denn der durchschnittliche Schweizer Mann Sex?! – Mit einem anderen Mann, vielleicht? Mit einer Ausländerin? Oder mit einer Prostituierten? Die Antwortet lautet, wie so oft, – mit allen dieses drei Gruppen. Das bestätigen auch die Schweizer Männer, die meine Berührungsrituale und andere Dienste in Anspruch nehmen, sowie meine Schweizer und ausländische Freunde und Bekannte. 

Ausgehend von diesen Erfahrungen schliesse ich darauf zurück, dass die Angst und die Unlust der Schweizer Frauen, erstens, mit ihrem Reichtum und Perfektionismus zu tun hat. Es mag als platte Aussage oder als Klischee vorkommen, dass die meisten Frauen vor allem wegen Geld und Sicherheit Sex anstreben. Dass sie sich nur darum darauf einlassen. Aber die meisten Aussagen sind Klischees geworden, weil sie stimmen. Sonst würden ja nicht so viele Menschen daran glauben. Und schliesslich nich daran zerbrechen! 

Tatsächlich lassen sich die Frauen auf erotische Kontakte und Beziehungen vor allem ein, weil sie finanzielle Sicherheit und überhaupt die Sicherheit wollen. Doch in einem Land, wo alle, wirklich alle Frauen genug Geld fürs Leben haben und auf allen Ebenen absolut geschützt sind, brauchen nur einige wenige Prostituierte, die ihre Arbeit als Berufung sehen, sowie Nymphomaninnen Sex. Natürlich gibt es berüchtigte Ausnahmen. Die sogenannten „Frauen, die einfach die Sache selbst lieben“. Aber das sind, eben, Ausnahmen. Meistens ab 50+. Die, die die Regel bestätigen. 

Aufgeblasener sozial-politisch-feministischer Diskurs = Sexfeindlichkeit

Zweitens, trägt der politische feministische Diskurs sehr viel zur Sexfeindlichkeit bei, auch wenn die Sexfeindlichkeit heutzutage oft sehr sorgsam und professionell verdeckt, oder sogar der Gegenteil behauptet wird. Die Neo-liberale Propaganda wird bei uns auf höchstem Niveau betrieben.

Einige „schlaue“ Feministinnen stellen sich heute gerne als sex-positive Ladys dar, sind es tatsächlich aber keinesfalls. Es wird bloss behauptet, dass wir den Sex haben können, so viel wir wollen. Und dass sie selbst den Sex gar lieben oder anstreben. Tatsächlich – wie so oft in der Politik! – landet man meistens beim Gegenteil. Wenn man mit diesen Kolleginnen zu tun hat, dann weiss man: viele von „sex-positiven Feministinnen“ landen schnell bei Antivergewaltigung- und Anti-Menschenhandel-Kampagnen, angeblich um den Missbrauch zu vermeiden. Man sollte also erst Sex haben, wenn die ganze Sexkriminalität in der Schweiz bekämpf wird? – Aber das ist eine politische Falle: Erstens, wird die ganze Sexkriminalität nie bekämpft. Zweitens, sind echte Fälle solcher Kriminalität in der Schweiz die Ausnahmen. Man spricht aber sehr laut und sehr oft davon. Und verschafft damit – durch etwa „provisorische Kontrollen“ – der Polizei und der bürokratischen Maschinerie als solcher künstlich mehr Arbeit. Und sich selbst – mehr politischen Einfluss. Dafür zahlen die Schweizer Steuern. Die Politik bläst einfach in allen möglichen Medien einen Diskurs auf und die Bürger glaubt daran – es wird zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Schliesslich geht es unseren falschen „Feministinnen“, die in ihrer Weltsicht aber Maskulinistinnen sind, um die Macht. 

Um die politische Macht. 

Und um das Geld, das mit der Macht Hand in Hand geht. 

Nicht um den Sex. 

Opfer sind gewöhnliche Männer. Aber auch Frauen

Dass ein solcher aufgeblasener Diskurs sich auf der kollektiven Ebene als sexualfeindlicher auszeichnet wird meistens ausgeblendet. Wie auch die Tatsache, dass politische Kampagnen wie „Me too“ in der Wirklichkeit dazu führen, dass die Männer extrem eingeschüchtert werden. So stark, dass die meisten Schweizer Männer heute nicht Mal mit ihren Landgenossinnen und mit den Europäerinnen flirten. Dass man vor lauter „Schutz“ das eigentliche Kind – den Eros, die Lust, die Energie des Lebens a priori – mit dem Wasser ausschüttelt, wird fast von niemandem bemerkt. Im Gegenteil: man stimmt weiterhin links ab. Obwohl gerade die linke Politik heute schliesslich am meisten prüde, am tiefsten verlogen und am offensichtlichsten lustfeindlich erscheint. 

Es ist inzwischen ein Fakt, dass viele Europäerinnen kaum eine zärtlich Berührung mehr zulassen, keine Kinder haben wollen und schliesslich total vereinsamen. Auch die Männer werden immer einsamer und unglücklicher, obwohl beide Geschlechter wohlhabend sind, durchschnittlich länger und in einer fast absoluten Sicherheit leben. 

Erst vor kurzem habe ich einen Artikel über die Funktionen der Sexualität gelesen. Ich war etwas erstaunt: als Hauptfunktion der Sexualität wird nicht die Fortpflanzung und auch nicht der Genuss genannt! Sondern die soziale Funktion. Das heisst, wenn wir keinen Sex mehr suchen und treiben, werden wir asoziale Wesen. Die Wahrheit, die solche Frauen und Männer sich selbst eingestehen müssen: Es gibt dann gar keinen Grund miteinander ins Kontakt zu kommen. Und tatsächlich führt der Mangel an Kontakt, Berührung, Zärtlichkeit, Lust, Liebe und Sex, die alle miteinander zusammenhängen, in Verbindung mit unendlichen Reichtümern und Gefahrlosigkeit der Schweiz und der Europäischen Union zu einer der höchsten Suizidquoten in der Welt. 

Dieser elementare Zusammenhang wird heutzutage einer gewöhnlichen Frau und auch einem durchschnittlichen Mann nur extrem selten bewusst. Und die ganz wenigen leisen und weisen Stimmen, die ab und zu darauf aufmerksam machen, versinken leider Gottes sehr schnell im politischen Lärm und Krach. 

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Berühren lernen (Berührungscoaching)

Berühren lernen in Biel (Berührungscoaching)
Berühren lernen in Biel (Berührungscoaching)

Viele Gäste möchten mich verführen, berühren und massieren. Dieses Angebot ist für sie konzipiert.

Das Berührungscoaching ist ein Berührungsritual von Dir zu mir, bei dem Du in der aktiven Rolle lernst, wie Du durch die Berührung Freunde, Lust und Ekstase schenken kannst.

Wie will ein Mensch wie ich berührt werden? Was heisst eine hohe Berührungsqualität und wie entwickelst Du sie? Welche Rolle spielen dabei die Langsamkeit, die Zärtlichkeit, die Achtsamkeit?

Du nimmst Dir Zeit und darfst bei mir diverse sinnliche Streichungen, Griffe, Techniken sowie die tantrische Choreographie ausprobieren. Dabei experimentierst Du mit Freude, Lust und Genuss und entdeckst Schritt für Schritt meine erogene Zonen. Die Wahrnehmung, das Einfühlungsvermögen und das Bewusstsein werden dadurch erweitert.

Dieses Ritual ist keine BerührerIn- oder Massage-Ausbildung, sondern eine Begegnung, bei der Du achtsam geleitet und unterstützt wirst, dein Einfühlungsvermögen und Berührungsqualität zu entdecken, zu entwickeln und zu perfektionieren. Laken, Tücher und Massage werden von mir zur Verfügung gestellt.

 

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